Emotionsverarbeitung spielt in Beratung, Therapie und Coaching eine zentrale Rolle. Viele Herausforderungen, die Klient:innen im Alltag oder in akuten Belastungssituationen zeigen, lassen sich besser verstehen, wenn man die zugrunde liegenden emotionalen Prozesse berücksichtigt. Dabei geht es nicht nur darum, wie Emotionen erlebt und ausgedrückt werden, sondern auch darum, wie sie reguliert, wahrgenommen und zwischen Menschen vermittelt werden.
Das Live-Webinar „Emotionsverarbeitung verstehen, Psychopathologie neu denken – Bindung als transdiagnostischer Schlüsselfaktor“ am 03. März 2026 bietet einen fundierten Einblick in genau diese Mechanismen. Referent Dr. Dirk W. Eilert stellt ein Modell vor, das die Kernfunktionen der Emotionsverarbeitung klar strukturiert und praxisnah in den professionellen Alltag übertragbar macht.
Ein strukturierter Blick auf emotionale Kernfunktionen
Im Zentrum des Webinars steht das C‑FEP‑Modell (Core Functions of Emotion Processing). Es beschreibt vier grundlegende Funktionen der Emotionsverarbeitung:
- intrapersonale Emotionswahrnehmung (Impathie)
- interpersonale Emotionswahrnehmung (Empathie)
- Emotionsregulation
- Emotionsausdruck
Besonders relevant: Das Modell zeigt, wie Bindungsrepräsentationen diese Funktionen prägen und in bestimmten Situationen dysfunktional beeinflussen können. Unverarbeitete Bindungserfahrungen rücken so als transdiagnostische Einflussfaktoren in den Blick — ein Ansatz, der neue Perspektiven auf psychische Dynamiken erlaubt.
Warum dieser Ansatz für die Praxis wertvoll ist
Für Fachpersonen in Therapie, Beratung und Coaching ergeben sich aus diesem Ansatz unmittelbare Vorteile:
- ein erweitertes Verständnis für emotionale Muster und Blockaden
- hilfreiche Anhaltspunkte für Diagnostik, Fallkonzeption und Intervention
- ein Modell, das komplexe Prozesse verständlich strukturiert
- zahlreiche praxisnahe Beispiele, die den Transfer in die tägliche Arbeit erleichtern



