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Zwei Händ, die sich halten, vor einem weißen Hintergrund.

Versöhnen, verzeihen, neu beginnen? – Warum ungelöste Verletzungen in Paarbeziehungen mehr sind als „alte Geschichten“

Verletzungen gehören zu jeder längerfristigen Paarbeziehung. Manche verblassen mit der Zeit, andere wirken noch Jahre später nach. Gerade in der therapeutischen Praxis zeigt sich immer wieder: Nicht die Verletzung selbst ist das größte Problem, sondern das, was geschieht, wenn sie unbearbeitet bleibt. Aus anfänglicher Enttäuschung entstehen Distanz, Misstrauen, Groll oder Verbitterung. Die Beziehung verliert nach und nach ihre emotionale Verbundenheit. Für Paartherapeut:innen stellt sich daher eine zentrale Frage: Wie können Paare nach tiefen Kränkungen wieder Vertrauen fassen? Und was braucht es, damit Verzeihen und Versöhnung tatsächlich möglich werden?
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Eine zusammengerollte, grüne Yogamatte.

Traumasensibles Yoga (TSY): Wie Körperwahrnehmung den Weg zu Sicherheit, Präsenz und Selbstregulation öffnet

Traumatische Erfahrungen hinterlassen Spuren, die sich nicht allein über kognitives Verstehen erreichen lassen. Viele Betroffene berichten, dass sie sich zwar »im Kopf« erklären können, warum sie so reagieren, jedoch dennoch das Gefühl verlieren, im eigenen Körper zu Hause zu sein. Genau hier setzt das Traumasensible Yoga (TSY) an – ein Ansatz, der Körperwahrnehmung, Präsenz und Selbstregulation systematisch in den Mittelpunkt stellt und die Erkenntnisse aus dem Yoga mit den neurowissenschaftlichen Grundlagen des Autonomen Nervensystems verbindet.
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Farbenfroher Tunnel aus geometrischen Rahmen in Regenbogenfarben als Symbol für Neurodiversität, unterschiedliche Denkweisen und die unterstützenden Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz.

KI & Neurodiversität: Wenn Technik nicht ersetzt, sondern erleichtert

Menschen mit ADHS, Autismus oder anderen Formen neurodivergenter Wahrnehmung hören oft dieselben gut gemeinten Sätze: „Du musst dich einfach besser organisieren.“ Oder: „Konzentrier dich doch mal.“ Doch was, wenn die Herausforderung nicht fehlende Motivation ist, sondern ein anderes „mentales Betriebssystem“? Genau hier eröffnet Künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten für Beratung, Coaching und psychosoziale Begleitung. Die Frage lautet dabei nicht, ob KI menschliche Unterstützung ersetzen kann. Birgit Knatz und Patrick Perrone beantworten diese Frage eindeutig: KI bleibt ein technisches Werkzeug, die Verantwortung bleibt beim Menschen. Gerade deshalb kann sie dort hilfreich werden, wo sie Kommunikation erleichtert, Struktur schafft und neue Zugänge eröffnet.
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Geknittertes Papier

Selbstwert stärken: Zwei Impacttechniken für die Praxis

Menschen, die Beratung, Coaching, Psychotherapie oder pädagogische Begleitung in Anspruch nehmen, bringen häufig nicht nur konkrete Probleme mit, sondern auch Zweifel an sich selbst. Sie erleben sich als nicht gut genug, fühlen sich machtlos oder kämpfen damit, eigene Schwächen und Verletzungen anzunehmen. Für Fachkräfte stellt sich daher immer wieder die Frage: Wie lassen sich Selbstwert, Selbstwirksamkeit und Selbstakzeptanz nicht nur besprechen, sondern für Klient:innen tatsächlich erlebbar machen? Genau hier können Impacttechniken unterstützen: Sie nutzen Gegenstände, Metaphern und Erfahrungen, um psychologische Prozesse sichtbar, spürbar und besprechbar zu machen. Besonders im Bereich Selbstwert eröffnen sie Möglichkeiten, die über rein kognitive Gespräche hinausgehen und emotionale Aha-Erlebnisse erzeugen können. Im Webinar „Selbstwert, Selbstwirksamkeit und Selbstakzeptanz – Professionelle Methodenkompetenz für psychologische Fachkräfte“ vermittelt Frauke Niehues praxisnahe Ansätze für die Arbeit mit diesen zentralen psychologischen Themen. Ein Blick in ihr Kartenset Impacttechniken zeigt, wie differenziert und wirkungsvoll diese Herangehensweise sein kann. Selbstwert ist mehr als nur „gut“ oder „schlecht“ Für die professionelle Arbeit mit Selbstwert ist zunächst entscheidend, dass dieses Erleben differenziert betrachtet wird. Frauke Niehues beschreibt mit ihrem Faktoren-Schichten-Modell des Selbstwertes verschiedene Aspekte, die für das Selbstwerterleben bedeutsam sind: das Grundgefühl, also das Erleben, grundsätzlich angenommen oder abgelehnt zu sein, die Selbstakzeptanz als Fähigkeit, sich auch mit eigenen Schwächen anzunehmen, die Selbstwirksamkeit, also das Wissen und Erleben, etwas bewirken zu können, die Fähigkeitenpräsenz, das Bewusstsein für eigene Stärken, sowie der Einfluss des Systems, in dem sich eine Person bewegt. Diese Unterscheidung ist für Fachkräfte besonders hilfreich, weil sie deutlich macht: Nicht jede Selbstwertproblematik hat dieselbe Ursache. Entsprechend benötigen Klient:innen unterschiedliche Interventionen und Zugänge. „Mein Selbstwertblatt“: Selbstwert sichtbar machen Menschen beschreiben ihren Selbstwert häufig lediglich als „gut“ oder „schlecht“. Die Impacttechnik „Mein Selbstwertblatt“ schafft hier einen anderen Zugang. Die Klient:innen erhalten ein leeres Blatt Papier und die Aufgabe, dieses so zu verändern, dass es ihren erlebten Selbstwert widerspiegelt. Knicke, Löcher, Risse, Kritzeleien oder Verschmutzungen werden zu Symbolen für persönliche Erfahrungen und Verletzungen. Für Fachkräfte entsteht dadurch ein eindrucksvoller Einblick in das subjektive Erleben ihrer Klient:innen. Gleichzeitig bietet die Methode eine wertvolle Grundlage für die weitere Arbeit: Was bedeuten die entstandenen Spuren? Was fehlt? Was müsste repariert, geschützt oder neu gestaltet werden? „Der Selbstwertschein“: Wert bleibt Wert Die zweite Technik arbeitet mit einem einfachen 20-Euro-Schein. Zunächst wird gefragt: „Was ist er wert?“ Die Antwort lautet selbstverständlich: 20 Euro. Anschließend wird der Geldschein geknüllt, auf den Boden geworfen oder anderweitig „misshandelt“. Auf die erneute Frage nach seinem Wert bleibt die Antwort dieselbe. Die Metapher ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Schlechte Behandlung verändert nicht den Wert des Geldscheins. Ebenso verlieren Menschen ihren Wert nicht durch Abwertung, Verletzungen oder belastende Erfahrungen. Gerade bei Klient:innen mit geringem Selbstwert kann diese Erfahrung einen starken emotionalen Impuls auslösen und die Grundlage für mehr Selbstakzeptanz schaffen. Selbstakzeptanz als Stabilitätsfaktor Im Selbstwertmodell von Frauke Niehues nimmt die Selbstakzeptanz eine besondere Rolle ein. Sie fungiert als Stabilisator des Selbstwertgefühls. Menschen mit hoher Selbstakzeptanz können sich auch dann als wertvoll erleben, wenn sie Fehler machen oder Schwächen wahrnehmen. Genau hier setzt der Selbstwertschein an: Die Erfahrung verdeutlicht, ...
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Drei Hornbrillen, an gelber Wand anlehnend.

Impacttechniken in Therapie, Beratung und Coaching: Wenn einfache Objekte komplexe Prozesse sichtbar machen

Wie lassen sich tiefgreifende Einsichten fördern, Veränderungsmotivation stärken und komplexe innere Prozesse begreifbar machen, ohne sich ausschließlich auf Sprache zu verlassen? Genau hier setzen Impacttechniken an. Sie nutzen die symbolische Kraft einfacher Gegenstände, um abstrakte psychologische Konzepte in konkrete, erlebbare Metaphern zu verwandeln. Das Ergebnis sind oft jene besonderen Momente, die Klient:innen mit einem spontanen „Aha, genau so ist es!“ beschreiben. Impacttechniken gehören heute für viele Therapeut:innen, Berater:innen und Coaches zum festen Methodenrepertoire. Sie schaffen Zugänge zu Themen, die rein kognitiv häufig schwer zu erfassen sind, fördern Perspektivwechsel und helfen dabei, Veränderungsprozesse nachhaltig zu verankern. – Ein Blick in die Kompetenz!Box „Impacttechniken“ von Frauke Niehues.
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Junge, langhaarige blonde Frau vor bunter Wand im Freien.

Späte Diagnosen bei autistischen Frauen: Warum viele Betroffene erst spät erkannt werden

Autismus wird noch immer häufig anhand männlich geprägter Erscheinungsformen verstanden. Für viele Mädchen und Frauen hat das weitreichende Folgen: Ihre Schwierigkeiten werden oft über Jahre hinweg übersehen, missverstanden oder anderen Ursachen zugeschrieben. Nicht selten erhalten sie erst als Jugendliche oder Erwachsene eine Diagnose – und damit endlich eine Erklärung für ein lebenslanges Gefühl des Andersseins.
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unscharfe Stadt im Hintergrund, scharfes Metallgitter im Vordergrund

Präzise Sprache, kluge Fragen: Wie KI zur professionellen Begleiterin in Beratung und Coaching wird

Künstliche Intelligenz ist längst in der psychosozialen Praxis angekommen. Was noch vor wenigen Jahren als technisches Experiment galt, begegnet Fachkräften heute in der Fallreflexion, bei der Strukturierung komplexer Gespräche oder als unterstützendes Gegenüber im Alltag. Doch mit der zunehmenden Verbreitung wächst auch eine zentrale Herausforderung: Wie lässt sich KI so einsetzen, dass sie fachlich fundierte, passende und verantwortungsvolle Impulse liefert? Die Antwort liegt in einem oft unterschätzten Schlüssel: Kontext und Prompten.
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Illustration mit überlappenden, farbigen Silhouetten mehrerer menschlicher Profile, die Vielfalt und unterschiedliche Perspektiven symbolisieren.

KI in der psychosozialen Beratung: Potenziale nutzen – Verantwortung bewahren

Künstliche Intelligenz ist in der psychosozialen Beratung angekommen – und verändert bereits heute spürbar die Praxis. Spätestens mit der Verbreitung generativer Sprachmodelle ist KI nicht mehr nur technisches Werkzeug, sondern wird zunehmend als dialogischer „Partner“ genutzt: zur Strukturierung von Gedanken, zur Reflexion schwieriger Situationen und zur Unterstützung im Beratungsalltag. Für therapeutisch und beratend tätige Fachpersonen ergibt sich daraus ein zentrales Spannungsfeld: Wie lässt sich diese Technologie fachlich fundiert einsetzen, ohne die Qualität der Beziehung und die professionelle Verantwortung zu unterminieren?
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Holzbank im Grünen

Innere Leere verstehen: Ein oft übersehener Schlüssel in der therapeutischen Praxis

Innere Leere gehört zu den häufigsten, zugleich aber am wenigsten benannten Phänomenen in der therapeutischen Arbeit. Hinter diffusen Gefühlen von Einsamkeit, Unbehagen oder Erschöpfung verbergen sich oft tiefgreifende Beziehungserfahrungen, die unbewusst wirken. Dieser Beitrag zeigt, wie Leere entsteht, wie sie sich äußert – und warum ihr Verständnis für die Praxis entscheidend ist.
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erson blickt mit einem Auge durch einen schmalen Türspalt in einem hellen Innenraum.

Selbstwert und Emotionen – wozu Scham, Neid und Verachtung hilfreich sind

Ein Beitrag von Bettina Tittel. | Ist unser Selbstwert stabil, bemessen wir unseren eigenen Wert unabhängig von inneren und äußeren Umständen – ein instabiler Selbstwert hingegen bringt unser Selbstbild in bestimmten Kontexten ins Wanken. Hier können unangenehme Emotionen wertvolle Hinweise geben.
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